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Warum die richtige Lernmethode entscheidend ist
Effektives Lernen ist einer der Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Studium. Doch viele Studierende kämpfen mit typischen Herausforderungen: Der Stoff scheint unendlich, die Zeit ist begrenzt und das Gelernte bleibt oft nicht langfristig im Gedächtnis. Besonders im Fernstudium, wo eigenverantwortliches Lernen eine zentrale Rolle spielt, kann die Wahl der richtigen Lernmethode über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Ein häufiger Fehler ist es, einfach draufloszulernen, ohne sich Gedanken über die Technik zu machen. Doch nicht jede Methode eignet sich für jeden gleich gut. Während manche Studierende durch das Wiederholen von Zusammenfassungen gute Ergebnisse erzielen, profitieren andere eher von aktiven Lerntechniken wie der Feynman-Methode oder Karteikarten. Wer seinen persönlichen Lernstil kennt und gezielt die passende Technik nutzt, kann nicht nur effizienter lernen, sondern auch langfristig bessere Ergebnisse erzielen.
In diesem Beitrag stelle ich verschiedene Lernmethoden vor, die sich in der Praxis bewährt haben. Dabei geht es nicht nur darum, welche Techniken es gibt, sondern auch, wie du herausfindest, welche am besten zu deinem individuellen Lernstil passt. So kannst du dein Studium strukturierter, produktiver und erfolgreicher gestalten.
Aktives vs. passives Lernen: Was funktioniert wirklich?

Viele Studierende investieren unzählige Stunden in ihr Studium, doch am Ende bleibt oft nur wenig vom Gelernten hängen. Ein möglicher Grund dafür ist die Wahl der falschen Lernstrategie. Die Unterscheidung zwischen aktivem und passivem Lernen ist entscheidend für den Lernerfolg. Doch was bedeutet das eigentlich genau?
Passives Lernen: Warum Lesen und Zuhören oft nicht ausreichen
Passives Lernen umfasst Methoden, bei denen Informationen eher aufgenommen als verarbeitet werden. Klassische Beispiele sind das bloße Lesen von Lehrbüchern, das Anhören von Vorlesungen oder das Abschreiben von Notizen. Diese Methoden sind weit verbreitet, aber wenig effektiv, wenn es um nachhaltiges Behalten geht.
Das Problem: Unser Gehirn verarbeitet Informationen besser, wenn wir sie aktiv abrufen und anwenden. Reines Konsumieren von Inhalten kann kurzfristig hilfreich sein, führt aber selten zu langfristigem Verständnis. Wer sich nach dem Lesen eines Kapitels kaum noch an die Inhalte erinnern kann, hat passives Lernen am eigenen Leib erfahren.
Aktives Lernen: Warum es den Unterschied mach
Aktives Lernen bedeutet, dass du dich bewusst mit dem Stoff auseinandersetzt, ihn in eigenen Worten wiedergibst oder direkt anwendest. Diese Methoden fordern das Gehirn stärker und führen zu einem tieferen Verständnis. Studien zeigen, dass aktives Lernen die Behaltensquote erheblich verbessert, da Informationen verknüpft und verinnerlicht werden.
Effektive Techniken des aktiven Lernens sind unter anderem:
- Selbsttest: Anstatt nur zu lesen, stelle dir Fragen zum Stoff und überprüfe dein Wissen regelmäßig.
- Lehren anderer: Erkläre den Stoff einer anderen Person oder stelle dir vor, du würdest ihn unterrichten (z. B. mit der Feynman-Methode).
- Anwendung des Gelernten: Setze das Wissen praktisch ein, indem du Beispiele aus dem Alltag oder der Praxis suchst.
- Zusammenfassungen schreiben: Erstelle eigene Notizen, um das Gelernte in eigenen Worten zu formulieren.
Die Rolle von Wiederholung, Anwendung und Reflexion
Lernen ist kein einmaliger Prozess – es erfordert regelmäßige Wiederholung und aktive Auseinandersetzung mit dem Stoff. Der Lernprozess kann durch die Kombination verschiedener Methoden optimiert werden:
- Regelmäßige Wiederholung: Das Gehirn speichert Informationen besser, wenn sie in Abständen wiederholt werden (z. B. mit Karteikarten).
- Anwendung des Wissens: Je öfter du das Gelernte anwendest, desto besser bleibt es im Gedächtnis. Praxisbeispiele oder Fallstudien können helfen, den Stoff greifbarer zu machen.
- Reflexion: Wer regelmäßig über seinen eigenen Lernprozess nachdenkt und ihn anpasst, kann seine Effizienz erheblich steigern.
Fazit: Wer ausschließlich auf passives Lernen setzt, verschenkt wertvolles Potenzial. Der Wechsel zu aktiven Lernmethoden kann helfen, den Lernprozess effektiver zu gestalten und Wissen langfristig zu sichern.
Die besten Lernmethoden im Überblick
Jeder Mensch lernt unterschiedlich. Manche bevorzugen visuelle Darstellungen, andere profitieren von strukturierten Notizen oder praktischen Wiederholungen. Doch welche Lernmethode ist wirklich effektiv? Hier stelle ich dir bewährte Techniken vor, die dir helfen können, dein Studium erfolgreicher und effizienter zu gestalten.
Die SQ3R-Methode – besseres Textverständnis
Die SQ3R-Methode (Survey, Question, Read, Recite, Review) wurde entwickelt, um das Leseverständnis und die aktive Auseinandersetzung mit Texten zu verbessern. Statt einfach nur zu lesen, geht man systematisch vor:
- Survey (Überblick): Zuerst überfliegst du den Text und achtest auf Überschriften, Grafiken und Schlüsselbegriffe.
- Question (Fragen): Stelle Fragen zum Textinhalt, bevor du beginnst zu lesen.
- Read (Lesen): Lies aktiv und achte darauf, die Antworten auf deine Fragen zu finden.
- Recite (Wiedergeben): Wiederhole das Gelesene in eigenen Worten, um dein Verständnis zu vertiefen.
- Review (Überprüfung): Fasse am Ende die wichtigsten Punkte zusammen.
💡 Anwendung im Studium: Ideal für das Bearbeiten von Fachliteratur oder Skripten – besonders bei komplexen Themen.
🔗 Weitere Infos zur SQ3R-Methode findest du hier.
Die Loci-Methode – mit Bildern im Kopf lernen
Die Loci-Methode stammt aus der Antike und wird oft als „Gedächtnispalast“ bezeichnet. Sie funktioniert durch das Verknüpfen von Informationen mit räumlichen Orten im Kopf.
So funktioniert’s:
- Wähle eine bekannte Route (z. B. dein Zuhause oder den Weg zur Uni).
- Verbinde die Lerninhalte mit markanten Punkten auf dieser Route.
- Beim Abrufen „gehst“ du gedanklich durch den Ort und rufst die Informationen ab.
💡 Ideal für: Das Lernen von Fachbegriffen, Formeln oder komplexen Zusammenhängen.
🔗 Mehr zur Loci-Methode kannst du hier nachlesen.
Die Pomodoro-Technik – produktiv in kurzen Lerneinheiten
Diese Methode basiert auf der Idee, dass das Gehirn besser arbeitet, wenn es sich auf kurze, konzentrierte Lerneinheiten fokussiert. Der Ablauf ist simpel:
- Stelle einen Timer auf 25 Minuten und lerne fokussiert.
- Mache danach eine 5-minütige Pause.
- Wiederhole diesen Zyklus viermal und gönne dir dann eine längere Pause von 15–30 Minuten.
💡 Vorteile:
✔ Steigerung der Konzentration
✔ Vermeidung von Erschöpfung
✔ Ideal für produktives Zeitmanagement
🔗 Erfahre mehr über die Pomodoro-Technik hier.
Die Feynman-Methode – Wissen wirklich verstehen
Der Physiker Richard Feynman entwickelte diese Methode, um komplexe Themen einfach zu erklären. Das Prinzip:
- Wähle ein Thema und versuche, es so einfach zu erklären, dass es ein Kind verstehen würde.
- Falls du ins Stocken gerätst, hast du eine Wissenslücke gefunden.
- Wiederhole den Prozess, bis du den Stoff wirklich durchdrungen hast.
💡 Ideal für: Klausurvorbereitungen und das Verstehen komplizierter Zusammenhänge.
🔗 Hier gibt’s eine detaillierte Anleitung zur Feynman-Methode: Link.
Mindmaps – visuelles Lernen für bessere Struktur
Eine Mindmap ist eine visuelle Technik, um Informationen geordnet darzustellen und besser zu verknüpfen. Sie funktioniert folgendermaßen:
- Schreibe das Hauptthema in die Mitte.
- Erstelle Äste mit Unterthemen.
- Ergänze Stichpunkte, Bilder oder Symbole zur besseren Verknüpfung.
💡 Vorteile:
✔ Fördert kreatives Denken
✔ Hilft beim Strukturieren komplexer Themen
✔ Eignet sich für Brainstorming und Prüfungsvorbereitung
🔗 Hier findest du hilfreiche Tools für digitale Mindmaps: Link.
Karteikarten – bewährte Methode für langfristiges Behalten
Karteikarten sind eine der ältesten und dennoch effektivsten Methoden, um Wissen langfristig zu speichern. Es gibt zwei Möglichkeiten:
- Analoge Karteikarten: Klassisch auf Papier geschrieben, perfekt für haptisches Lernen.
- Digitale Karteikarten: Apps wie Anki oder Quizlet nutzen die Spaced-Repetition-Technik, bei der Karten basierend auf deinem individuellen Fortschritt wiederholt werden.
💡 Ideal für: Sprachen, Definitionen, Formeln und Faktenwissen.
🔗 Mehr über Spaced Repetition findest du hier.

Welche Methode passt zu dir? Finde deinen Lerntyp

Die Wahl der richtigen Lernmethode ist entscheidend für deinen Studienerfolg. Doch oft wird die Suche nach „der einen perfekten Methode“ zur Herausforderung. Lange Zeit wurde angenommen, dass jeder Mensch einem bestimmten Lerntyp entspricht – also entweder auditiv, visuell, kommunikativ oder motorisch lernt. Doch aktuelle Studien zeigen, dass die strikte Einteilung in feste Lerntypen nicht nur veraltet, sondern auch wenig hilfreich ist. Viel wichtiger ist es, verschiedene Methoden zu kombinieren und die Techniken auszuwählen, die individuell am besten funktionieren.
Auditives, visuelles, kommunikatives und motorisches Lernen – was steckt dahinter?
Jeder Mensch nimmt Informationen auf unterschiedliche Weise auf. Dabei gibt es verschiedene Ansätze, wie wir Wissen am besten verarbeiten können:
Auditives Lernen – Wissen über das Hören aufnehmen
Wer Informationen am besten durch Zuhören verarbeitet, kann sich gut durch Podcasts, Vorlesungen oder Audioaufnahmen weiterbilden. Lautes Vorlesen oder das Erklären von Inhalten in eigenen Worten hilft ebenfalls, den Stoff besser zu behalten.
Tipp: Nutze Sprachaufnahmen, um dir selbst komplexe Inhalte zu erklären, oder höre dir Podcasts zu deinem Studienfach an.
Visuelles Lernen – Lernen mit Bildern und Strukturen
Visuell geprägte Lernende profitieren von Diagrammen, Mindmaps und farbcodierten Notizen. Das Gehirn speichert Informationen besser, wenn sie mit Bildern oder Farben verknüpft werden.
Tipp: Erstelle Mindmaps oder nutze Karteikarten mit Skizzen und Symbolen, um dir komplexe Inhalte einzuprägen.
Kommunikatives Lernen – Austausch für ein tieferes Verständnis
Viele Menschen lernen am besten durch den aktiven Austausch mit anderen. Lerngruppen, Diskussionen oder das Erklären von Themen an Mitstudierende sind effektive Methoden, um Wissen langfristig zu verankern.
Tipp: Tritt einer Lerngruppe bei oder starte einen Online-Austausch, um schwierige Themen gemeinsam zu erarbeiten.
Motorisches Lernen – Durch Bewegung und praktisches Anwenden verstehen
Wer durch aktive Handlung besser lernt, sollte Lernmethoden einbauen, die Bewegung oder praktische Anwendung beinhalten. Rollenspiele, Experimente oder das physische Schreiben von Notizen helfen motorischen Lernenden.
Tipp: Probiere aus, beim Lernen umherzugehen oder Lerninhalte handschriftlich zusammenzufassen.
Die beste Methode? Eine Mischung aus allem!
Die Forschung zeigt, dass die erfolgreichsten Lernenden nicht nur eine einzige Technik nutzen, sondern verschiedene Methoden kombinieren. Der Wechsel zwischen auditiven, visuellen, kommunikativen und motorischen Techniken kann das Gedächtnis auf mehreren Ebenen ansprechen und das Verständnis langfristig verbessern.
➡ Praktischer Tipp: Teste verschiedene Methoden über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen und beobachte, welche Techniken dir am meisten helfen. Vielleicht bist du ein visueller Lerner, profitierst aber dennoch von Diskussionen mit anderen? Indem du mehrere Ansätze ausprobierst, kannst du deine ideale Kombination finden.
Dein nächster Schritt zum effektiven Lernen
Das Studium kann herausfordernd sein – doch mit der richtigen Lernstrategie kannst du dir das Lernen erleichtern und nachhaltiger gestalten. Die Wahl der richtigen Methode hängt nicht von einem festen Lerntyp ab, sondern von der Kombination verschiedener Techniken, die individuell für dich funktionieren. Vielleicht hilft es dir, komplexe Themen laut zu erklären, während du gleichzeitig durch farbliche Markierungen und Mindmaps den Überblick behältst. Oder du profitierst von der Pomodoro-Technik, um konzentrierter zu lernen, während du zwischendurch mit Karteikarten dein Wissen wiederholst.
Warum es sich lohnt, verschiedene Lernmethoden zu testen
Viele Studierende nutzen jahrelang dieselben Lerntechniken – oft aus Gewohnheit. Doch nicht jede Methode ist effizient oder führt zum gewünschten Erfolg. Statt dich stundenlang mit reiner Wiederholung oder exzessivem Mitschreiben abzumühen, solltest du verschiedene Techniken ausprobieren und bewusst reflektieren, welche wirklich für dich funktionieren.
➡ Deine nächsten Schritte:
✅ Probiere mindestens zwei bis drei der vorgestellten Methoden aus.
✅ Achte darauf, wie gut du dir den Stoff merken kannst und ob dein Verständnis steigt.
✅ Passe deine Lernstrategie regelmäßig an und kombiniere verschiedene Techniken.
✅ Falls du bisher Schwierigkeiten hattest, dich zu konzentrieren, teste Methoden wie die Pomodoro-Technik oder aktive Lernmethoden wie die Feynman-Technik.
✅ Nutze Lernhilfen wie den Fernuni Planer, um deine Lerneinheiten zu strukturieren und den Überblick über deine Fortschritte zu behalten.
Dein Werkzeug für eine bessere Studienorganisation
Lernen ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Organisation. Gerade im Fernstudium ist es entscheidend, den Überblick zu behalten. Ein strukturierter Lernplan kann helfen, Stress zu reduzieren und effizienter zu arbeiten. Im Fernuni Planer findest du nicht nur Platz für deine Lernnotizen, sondern auch Tracker für deine Fortschritte, um motiviert zu bleiben.
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Egal, ob du erst am Anfang deines Studiums stehst oder schon länger dabei bist – es ist nie zu spät, deine Lernmethoden zu optimieren. Mit der richtigen Strategie kannst du nicht nur effizienter lernen, sondern auch langfristig weniger Stress haben und bessere Ergebnisse erzielen.
Checkliste: Erste Schritte für dein effektives Lernen
✅ Wähle zwei bis drei Lernmethoden aus, die du testen möchtest.
✅ Plane bewusst Zeiten für aktive Wiederholung ein.
✅ Nutze visuelle Hilfsmittel wie Mindmaps oder Karteikarten.
✅ Erstelle eine Struktur für deine Lerneinheiten, um den Überblick zu behalten.
✅ Sei geduldig mit dir selbst – die besten Methoden entwickeln sich mit der Zeit!
Nutze die nächsten Wochen, um deine Lernstrategie zu optimieren. Mit der passenden Methode, einer durchdachten Organisation und etwas Geduld wirst du merken, wie das Lernen effizienter und entspannter wird. 🚀
